Gewaltprävention an Schulen

Anti - Mobbing

„Worte können Wunden schlagen, gegen die kein Pflaster hilft. “

Anti -Mobbing an Schulen

Gewalt an Schulen äußert sich in physischer und psychischer Gewalt vor allem zwischen Schülern, zwischen Schülern und Lehrer und zwischen Schulfremden und Schülern bzw. Lehrern. Spezielle Formen der Gewalt an Schulen sind Mobbing (auch Bullying genannt). Die Vorfälle ereignen sich auf dem Schulweg, während der Schulpause oder während des Unterrichts.

Mobbing – was ist das?

Definition: Mobbing bedeutet, dass ein oder mehrere Menschen wiederholte Male
und über einen längeren Zeitraum negativen Handlungen von einem oder
mehreren Menschen ausgesetzt sind.

Im Durchschnitt wird jedes 7. Kind im Laufe seiner Schulzeit Opfer von Mobbing.

Alle Schulformen sind betroffen.

Unter Mobbing in der Schule versteht man ein gegen Schüler gerichtetes Drangsalieren, gemeinsam, Ärgern, Angreifen und Schikanieren. Sind Lehrer Ziel solcher Angriffe, spricht man üblicherweise von Mobbing am Arbeitsplatz. Besonders im englischen Sprachraum wird für Situationen unter Schülern oft allgemein der Begriff Bullying benutzt, ohne zu differenzieren zwischen Einzelpersonen, oder Gruppen als Aggressoren.

Man unterscheidet in vier Erscheinungsformen:

Physisches Mobbing: Handlungen, die darauf abzielen, eine Person körperlich zu verletzen ( Schlagen, Treten, An-den-Haaren-Ziehen);
verbales Mobbing: verbale Attacken (verletzende Spitznamen, verbale Drohungen, Beschimpfungen,)
relationales Mobbing: Angreifen und Zerstören sozialer Beziehungen des Opfers (das bewusste Hinausekeln, Ignorieren, Ausschließen aus sozialen Gruppen).
Cybermobbing: Unter Cybermobbing versteht man die Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe von Kommunikationsmedien, beispielsweise über Smartphones, E-Mails, Websites, Foren, Chats und Communitys.

Jeder und jede kann Opfer von Mobbing werden

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass die Gründe Mobbing Opfer zu werden, meist willkürlich konstruiert werden. Der Mobber dichtet den Betroffenen eine Abweichung vom „normalen“ in Bezug auf Kleidung, Aussehen, schulischen Leistungen, Verhalten, Nationalität etc. in Abhängigkeit der gegebenen Regeln und Normen der Gruppe an und rechtfertigen so Ihre Handlungen gegen das Mobbingopfer,

Mobbing Opfer

Der Psychologe und Mobbingforscher Olweus unterscheidet zwischen zwei Idealtypen von Mobbingopfern an Schulen:

passives Opfer
provozierendes Opfer

Die passiven Opfer sind im Allgemeinen ängstlicher und unsicherer. Sie sind empfindlich, vorsichtig und schweigsam, und lehnen sehr oft Gewalttätigkeit ab. Sie signalisieren in Ihrem Verhalten ihrer Umgebung, dass sie Angst haben und es nicht wagen, sich gegen den Mobber zu wehren, wenn sie angegriffen werden. Gespräche mit den Eltern von drangsalierten Kindern weisen darauf hin, dass diese bereits im früheren Alter vorsichtig und feinfühlig waren.

Das Ansehen des Opfers wird gezielt beschädigt.
Die Kommunikation mit den anderen Kindern/Schülern wird be- und verhindert.
Die sozialen Beziehungen des Opfers werden zum Ziel des Angriffs.
Körperliche Übergriffe auf das Opfer.

Gefährdet sind vor allem Kinder,

die kleiner oder schwächer sind als der Durchschnitt.
die ängstlich oder schüchtern sind.
Die sozial nicht akzeptierte Merkmale haben (keine Markenkleidung, ärmliches Aussehen etc.)
die sich selbst aggressiv verhalten.
Die einem Elternhaus mit überbehütendem Erziehungsstil entstammen
Jungen und Mädchen sind oft gleich Mobbing -Opfer
Nicht nur die Betroffenen leiden unter der Mobbing-Situation, auch diejenigen, die das Mobbing mitbekommen, die gerne helfen möchten, aber sich nicht trauen, vor Angst, selber Mobbing – Opfer zu werden. Mobbing vergiftet das Klassenklima und wirkt sich negativ auf jeden einzelnen aus.

Mobber (Täter)

Mobber in der Schule haben eine positivere Einstellung gegenüber Gewalt als Durchschnittsschüler. Ihr Gewaltpotenzial richtet sich oft nicht nur gegen Schüler, sondern auch gegen Lehrer und Eltern. Die Mobber zeichnen sich oft durch Impulsivität und ein stark ausgeprägtes Bedürfnis, andere zu dominieren, aus. Sie haben ein durchschnittliches oder verhältnismäßig starkes Selbstvertrauen. Mobbing entsteht aber in erster Linie nicht nur durch einen einzelnen“ Täter“, Mobbing findet immer Klassenübergreifend statt. Mobber unterstützen einander. Neben den Hauptakteuren gibt es noch diejenigen, die das Mobbing tatkräftig mit unterstützen. Die Mitläufer, die sich anstiften lassen und die Ideen der Mobber ausführen. Die Mobbing – Verstärker die Beifall klatschen, dieses Verhalten sichert Ihnen die Klassenzugehörigkeit und sie werden nicht selbst Opfer.

Wie erkenne ich Mobbing?

Für Lehrkräfte ist das Erkennen von Mobbing nicht einfach. Nicht selten wird Mobbing eher als Konflikt gesehen, zwischen Mitschüler*innen. Mobbing zu erkennen ist schwierig, da Mobbing nicht direkt im Unterricht stattfindet. Der Mobber möchte natürlich nicht, dass sein Mobbing auffällt. Mobbing findet vor der Schule statt, auf dem Weg zur Schule, zum Beispiel im Schulbus. In den Pausen, nach der Schule auf dem Weg nach Hause. Und damit hört Mobbing nicht auf. Das „Opfer“ wird auch nach der Schule terrorisiert durch Cybermobbing. Das Mobbing – Opfer steht ununterbrochen im Fokus seiner Peiniger.

Signale, die auf Mobbing hinweisen

Es lassen sich bei dem betroffenen Schüler deutliche Veränderungen erkennen. Vorausgesetzt man entwickelt als Lehrkraft die richtige Wahrnehmung, um Mobbing zu erkennen, was oft schwierig ist bei großen Klassenstrukturen und Leistungsdruck. Signale und Hinweise, die vor dem Hintergrund eines Mobbings beobachtet werden können:

Verhaltensveränderung: Von Mobbing betroffene zeigen oft Veränderungen zu Ihrem früheren gezeigten Verhalten, Sie ziehen sich zurück, sind aggressiv, deutlicher Leistungsabfall, grenzt sich aus, isoliert sich, vermeidet die Pausen auf dem Schulhof, kommen oft zu Spät in die Klasse, bleiben nach Schulende länger, nehmen längere Schulwege in Kauf, um nicht mit den Mobbern im selben Bus zu fahren, nehmen an keinen Ausflügen oder Klassenfahrten teil, lassen sich oft Krankschreiben. Sie suchen Schutz, in dem sie auffällig oft den Kontakt in den Pausen bei den Lehrkräften suchen. Verstecken sich im Schulgebäude oder dem Gelände. Sie werden immer beschuldigt und es wird sich ständig über sie beschwert. Fehlzeiten, Schulverweigerung, körperliche und psychische Reaktionen.

SAFE Anti-Mobbing Konzept

Im Schulunterricht, in Projekttagen oder AG’s kommen wir in die Schulen und erarbeiten zusammen mit den Schülern und Lehrern ein Anti-Mobbing Konzept. In Theorie und Praxisbezogenen Arbeiten, erklären wir, was Mobbing ist, und was wir als Schulgemeinschaft machen können, um Mobbing zu verhindern. In verschiedenen Lektionen, angepasst auf die jeweilige Altersstufe, lernen die Kinder und Jugendlichen, was sie aktiv gegen Mobbing an Ihrer Schule tun können. Sie (auch die Lehrkräfte) entwickeln eine Wahrnehmung und Sensibilität für Mobbing „Täter“ und Opfer. Wie sie Mobbing erkennen können. Was sie aktiv gegen Mobber und Mobbing tun können, und was sie nicht tun sollten. Wie man mit Mobbing umgeht, als Betroffener und als Unterstützer. Was können die Lehrkräfte oder auch Eltern tun, und wie hole ich mir als Betroffener oder Unterstützer Hilfe………………….

Im SAFE Anti – Mobbing erlernen die Kinder und Jugendlichen ein nachhaltiges Bewusstsein für Ihre eigene, aber auch die Aggressionen und falschen Verhaltensweisen von anderen zu erkennen und sie zu „managen“. Fremd- und Eigenwahrnehmung, Aggressionen zu kontrollieren und zu kanalisieren. Lösungskonzepte zu entwickeln, sind ein weiterer Bestandteil unserer Programme.

Ein weiteres wichtiges Ziel des Anti Mobbing Programmes, ist die:

Verbesserung der eigenen Wahrnehmung und der Fremdwahrnehmung
Kommunikationsfähigkeit steigern
Gewaltfrei streiten lernen
Stärkung der Persönlichkeit und der sozialen Kompetenz
Entwicklung von mentalen Widerstandskräften

Für mehr Informationen rund um das Thema Gewaltprävention an Schulen, Anti – Mobbing, nutzen Sie unser Kontaktformular für ein unverbindliches Gespräch und Angebot.

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